Herzpfad

24. Juli 2009

Vergebung Teil 2

Gespeichert unter: Uncategorized — herzpfad @ 15:25

Vergebung Teil 2

Ich habe versprochen weiterhin von meinem Freund zu berichten, wenn es etwas Neues gibt. Er war wieder zu Besuch und es hat sich doch einiges verändert.

Nachdem er die Vergebensübung mehrfach innerhalb seiner Meditation durchgeführt hatte, beruhigte sich das Thema. Es war nicht mehr so zermürbend. Trotzdem spürte er, das dass noch nicht alles war. Immer wieder kam dieser Konflikt an die Oberfläche. Alle Bemühungen Licht in das Dunkle zu bekommen scheiterten, er war nur noch müde und frustriert.

Und dann eines Tages, als er eigentlich gar nicht daran dachte, fiel es ihm wie ein Geistesblitz zu. Plötzlich konnte er zuordnen woher er dieses Gefühl kannte. In dem Moment war im ganz klar, um was es die ganze Zeit ging. Es ging nicht um die andere Person oder die vermeintliche Konliktursache, es ging um seinen Vater. Wie auch immer, der Konfliktpartner hatte es geschafft, die richtigen Knöpfe zum Thema Vater zu drücken.

Das was er unbewusst von seinem Konfliktpartner haben wollte, war Liebe und Anerkennung. Natürlich konnte der Konfliktpartner ihm die Art von Liebe und Anerkennung, die er ja eigentlich von seinem Vater haben wollte, nicht geben. Die Zurückweisung hatte ihn deswegen so stark unter Druck gebracht, weil es eine alte Verletzung ist, die ihm so nicht bewusst war. Und damit war er bei seinem eigentlichen Thema angelangt. Seine Beziehung zu seinem Vater.

Und nachdem ihm das soweit klar ist, kann er sich jetzt mit dem wirklichen Problem auseinandersetzen.

Die Beziehung zu unseren Eltern und das was wir an Mustern und Verhaltensweisen kopiert haben, sind Programme die ganz tief verwurzelt sind. Diese Muster springen immer dann an, wenn wir unter Druck geraten. Dann greifen wir auf Verhaltensweisen zurück, die wir schon gelernt haben. Da wir als Kinder wahre Kopiermonster sind, kopieren wir alles was wir sehen. Am Anfang unseres Lebens sehen wir vor allem unsere Eltern. Und so gibt es eine ganze Reihe an Verhaltensweisen die wir benutzen, die gar nicht unbedingt zu uns gehören.

Die Chance diese Muster aufzuspüren ist recht groß, wenn wir bereit sind uns und unsere Verhaltensweisen zu überprüfen. Immer dann, wenn die emotionalen Ausschläge heftig werden, lohnt es sich genauer hinzuschauen. Dabei geht es nicht um gut oder schlecht. Es geht darum zu überprüfen, wie wir uns Verhalten und ob dieses Verhalten angemessen und wir damit zufrieden sind. Vielleicht haben wir ja als Kind etwas kopiert was perfekt funktioniert. Oder wir stellen fest, ich reagiere in Konflikten genauso wie meine Mutter oder mein Vater. Und genauso wollte ich nie werden. Nur wenn wir bereit sind uns selbst zu reflektieren haben wir die Chance diese Muster aufzuspüren. Der Schlüssel dazu liegt im Erkennen. Dann verlagert sich das Thema vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein und dann können wir es uns anschauen und verändern.

Ich bin sehr gespannt wie sich das Thema bei unserem Freund entwickelt. Bis dahin, schöne Sommertage.

6. Juli 2009

Vergebung Zufälle zum 2ten

Gespeichert unter: Uncategorized — Schlagworte: , , , , — herzpfad @ 12:24

„Einem Menschen vergeben heißt nicht, das was er getan hat, für ungeschehen erachten, nicht wahrhaben wollen oder schlicht vergessen. Vergeben kann unter Umständen bedeuten, gerade nicht zu vergessen.

Vergeben heißt: die Vergangenheit eines anderen keinen Einwand dagegen sein zu lassen, daß ich ihn annehme. Vergebung heißt nicht das Ja zu einer vergangenen Schuld, wohl aber das Ja zu einem Menschen mit seiner vergangenen Schuld“.

Otto Hermann Pesch

4. Juli 2009

Vergebung Zufälle

Gespeichert unter: Uncategorized — Schlagworte: , , — herzpfad @ 20:25

Es hat sich mal wieder viel getan und einiges ist mit dem Thema Vergebung verknüpft. Und wie das halt so ist, fallen einem die Dinge plötzlich zu. Während eines Ausbildungsabends zum Thema Hospiz, sind mir zwei schöne Geschichten zugeflogen. Und Neuigkeiten von unserem Freund gibt es auch. Heute zuerst mal die Geschichte:

„Ich war fünfzehn Jahre alt, als ich einen Diebstahl beging. Weil ich Schulden hatte, stahl ich meinem Vater ein goldenes Armband, um sie zu bezahlen. Aber ich konnte die Last meiner Schuld nicht ertragen. Als ich vor ihm stand, brachte ich vor Scham den Mund nicht auf. Ich schrieb also mein Bekenntnis nieder. Als ich ihm den Zettel überreichte, zitterte ich am ganzen Körper. Mein Vater las den Zettel, schloß die Augen und dann – zerriß er ihn. <Es ist gut>, sagte er noch. Und dann nahm er mich in die Arme. Von da an hatte ich meinen Vater noch viel lieber“.

Mahatma Ghandi, Schlüsselerlebnis zum Thema Vergebung

17. Juni 2009

Vergebung Teil 1

Gespeichert unter: Uncategorized — Schlagworte: , , , , , , , , , , — herzpfad @ 17:08

Vergebung Teil 1

Vor kurzem kam ein Freund zu Besuch. Es folgte ein munteres Gespräch und dann tauchte irgendwann die Frage auf, wie man eigentlich mit Situationen umgeht, wo man ein Problem mit einem anderen Menschen nicht lösen kann. Er hatte versucht das Problem mit der Person direkt anzusprechen, leider ohne Erfolg.

Die Schwierigkeit bestand darin, dass ihn dieser Konflikt stark beschäftigte und er gekränkt und verletzt war. Was tun?

Ich bin der Überzeugung, dass gerade die Situationen, in denen wir emotional stark  „verwickelt“ sind, uns den Weg weisen zu uns selbst. Sie deuten auf einen Bereich in unserer Persönlichkeit hin, der noch nicht ausgereift ist, an dem wir noch arbeiten dürfen. Natürlich hört sich das jetzt sehr pauschal an, lohnt sich aber, für sich selbst zu überprüfen. Ich durfte diesbezüglich selbst schon ein paar sehr schöne Überraschungen erleben.

Bei mir funktioniert das so. Ich versuche zu analysieren was mich kränkt und verletzt. Wenn ich das gefunden habe, versuche ich dieses Gefühl mit anderen Konflikten in meinem Leben zu vergleichen. Und wenn es gut läuft, finde ich ein entsprechenden „alten“ Konflikt. Sehr häufig lande ich dann bei den Baustellen Eigenliebe, Anerkennung, Selbstwert. Das bedeutet, den eigentlichen Konflikt trage ich in mir selbst, der Konflikt im Außen ist „nur“ deshalb so schwer, weil ich in meinem Inneren die Entsprechung habe. Wenn ich das dann verstanden und akzeptiert habe – das dauert manchmal ganz schön lange – dann kann ich mich mit dem wirklichen Thema auseinandersetzen und nicht mit der anderen Person, die das ganze ins Rollen gebracht hat.

Ein wesentlicher Schritt um Kränkungen und Verletzungen loszulassen, ist vergeben. Vergebung bedeutet nicht, dass ich die Tat oder den Vorfall unterstütze und für gut befinde. Vergebung bedeutet vielmehr sich selbst zu entlasten und Zorn, Trauer und Schmerz loszulassen. In dem Moment wo uns das gelingt, durchbrechen wir den Kreislauf, der Konflikt frisst sich nicht tiefer in uns rein. Kränkungen wirken sehr stark in der Tiefe, unabhängig davon ob uns das bewusst ist oder ob wir es verdrängen.

Wie es meinem Freund ergangen ist, kann ich noch nicht berichten. Sobald es Ergebnisse gibt, werde ich auf jeden Fall berichten. Falls Interesse besteht, wird es einen zweiten Teil geben. In dem wird dann eine praktische Übung zum Thema vorgestellt.

Bis dahin viel Freude
Bernd

9. Juni 2009

Die Geschichte von der Schüssel

Seit dem Start von herzpfad passieren viele interessante Dinge in unserem Leben. Die größte Freude bereiten uns die Menschen, auf die wir treffen. Anscheinend sind viele auf der Suche nach dem Ausweg aus dem Hamsterrad in dem sie sich gefangen fühlen. Sie sind gehetzt und gestresst vom eigenen Leben. Und dann gibt es die Menschen die es geschafft haben. Sie haben sich ein Stück weit befreit von dem Druck und den Erwartungen ihrer Umwelt. Was macht den Unterschied, welche Fähigkeiten führen dazu, dass diese Menschen glücklicher und zufriedener sind?
Ein wichtiger Punkt scheint zu sein, dass es Menschen gibt, die sich lieben und akzeptieren so wie sie sind. Sie haben ihren eigenen Frieden in sich gefunden. Sie sind in der Lage auf sich selbst zu hören und sich nicht so stark abhängig von der Meinung anderer zu machen. Das führt dazu, dass sie sich nicht ständig verbiegen müssen um von ihrer Umwelt geliebt zu werden. Sie lieben sich ja selbst und so brauchen sie nicht die ständige Anerkennung von außen. Natürlich sind diese Menschen auch den ganz normalen Gefühlsschwankungen unterworfen. Allerdings scheinen sie besser damit zu recht zu kommen.
Stellt sich die Frage, wie schaffe ich es denn mich so zu lieben und zu akzeptieren wie ich bin? Und schon stellt sich die nächste Frage. Bin ich denn wirklich so wie ich mich momentan wahrnehme oder bin ich eigentlich ganz anders und weiss es gar nicht.
Fragen über Fragen. Dazu eine kleine Geschichte.
Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.
Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der langen Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.
Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.
Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau: „Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.“
Die alte Frau lächelte. „Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht? Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“
Also ihr herzpfad Freunde mit einem „Sprung in der Schüssel“: habt wundervolle Zeiten und gedenkt des Dufts der Blumen, die ihr auf eurer Seite des Pfades genießt.

Seit dem Start von herzpfad passieren viele interessante Dinge in unserem Leben.

Die größte Freude bereiten uns Menschen, auf die wir treffen oder die plötzlich aus dem nichts in unser Leben treten. Viele sind auf der Suche nach einem Ausweg aus dem Hamsterrad in dem sie sich gefangen fühlen. Sie sind gehetzt und gestresst vom eigenen Leben. Und dann gibt es die Menschen die es geschafft haben. Sie haben sich ein Stück weit befreit von dem Druck und den Erwartungen ihrer Umwelt. Was macht den Unterschied, welche Fähigkeiten führen dazu, dass diese Menschen glücklicher und zufriedener sind?

Ein wichtiger Punkt scheint zu sein, dass es Menschen gibt, die sich lieben und akzeptieren so wie sie sind. Sie haben ihren eigenen Frieden in sich gefunden. Sie sind in der Lage auf sich selbst zu hören und sich nicht so stark abhängig von der Meinung anderer zu machen. Das führt dazu, dass sie sich nicht ständig verbiegen müssen um von ihrer Umwelt geliebt zu werden. Sie lieben sich ja selbst und so brauchen sie nicht die ständige Anerkennung von außen. Natürlich sind diese Menschen auch den ganz normalen Gefühlsschwankungen unterworfen. Allerdings scheinen sie besser damit zu recht zu kommen.

Stellt sich die Frage, wie schaffe ich es denn mich so zu lieben und zu akzeptieren wie ich bin? Und schon stellt sich die nächste Frage. Bin ich denn wirklich so wie ich mich momentan wahrnehme oder bin ich eigentlich ganz anders und weiss es gar nicht.

Fragen über Fragen. Dazu eine kleine Geschichte.

Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.

Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der langen Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau: „Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.“

MargerittenDie alte Frau lächelte. „Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht? Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“

Also ihr herzpfad Freunde mit einem „Sprung in der Schüssel“: habt wundervolle Zeiten und gedenkt des Dufts der Blumen, die ihr auf eurer Seite des Pfades genießt.

Leider ist der Autor unbekannt, danke an Criz für die Zusendung.

8. Juni 2009

Herzlich Willkommen beim herzpfad Blog

Gespeichert unter: Uncategorized — herzpfad @ 17:33

Hallo und guten Tag

liebe herzpfad Freunde. Schön das ihr zu uns gefunden habt. Der Wunsch noch mehr mit unseren Kunden und Besuchern in Kontakt zu treten war so stark, dass wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben. Wir wünschen uns einen respektvollen Umgang miteinander, Geschichten zum Schmunzeln und Nachdenken und Diskussionen die anregen und Spass machen.

Und noch kurz in eigener Sache. Sorry das es die Downloadkarte des Monats Juni noch nicht gibt. Bei uns haben sich die Termine und Ereignisse etwas arg gehäuft, so dass es noch nicht soweit ist. Kommt aber noch.

Viel Freude

Petra & Bernd

Bloggen Sie auf WordPress.com.